Die Floorballerinnen bestätigen ihre aufsteigende Formkurve und holen sich gegen das zweitplatzierte Zäziwil die nächsten drei Punkte. 

Das Spiel in Konolfingen startete verhalten. Beide Teams leisteten sich in den Anfangsminuten Fehler im Spielaufbau und waren offensiv wenig zwingend. In der 8. Spielminute eroberte Nikol Drabekova einen Ball in der eigenen Zone, zog unwiderstehlich auf das gegnerische Tor und verwertete routiniert zum 0:1 für die Urnerinnen. Mit diesem Spielstand ging es in die erste Pause. Im zweiten Drittel fanden die Innerschweizerinnen immer besser ins Spiel. Sie spielten körperbetont und selbstbewusst. Die drei Siege aus den letzten vier Spielen haben sichtbar eine positive Wirkung hinterlassen. Trotzdem gelang es Zäziwil in der 22. Minute zum 1:1 auszugleichen. Keine 20 Sekunden später gewann Uris Flügelspielerin Lena Meier einen Zweikampf an der Bande und zog zielstrebig Richtung Tor. Den ersten Schuss konnte die gegnerische Torhüterin noch abwehren, gegen den Nachschuss von Lena Meier war sie jedoch machtlos. Das resolute Nachsetzen der Stürmerin war symptomatisch für das gesamte Spiel der Urnerinnen. Eine Unachtsamkeit in der Verteidigung Uris ermöglichte Zäziwil in der 28. Spielminute den erneuten Ausgleichstreffer. Das Team der Coaches Luzia Kessler/Michal Rybka reagierte abermals. Nur 17 Sekunden vor der zweiten Drittelspause musste Patricia Bitterli nach einem perfekt getimten Querpass von Lucie Ming nur noch den Stock hinhalten. 

 

Urner Schlussfurioso

Das dritte Drittel startete mit einem herben Dämpfer. Innerhalb von nur 72 Sekunden schossen die Bernerinnen zwei Tore und gingen erstmals an diesem Abend in Führung. Was nun folgte zeigte eindrücklich, dass das Team in den letzten Wochen nicht nur spielerisch, sondern auch mental grosse Fortschritte gemacht hat. In der 51. Minute erzielte Topscorerin Nikol Drabekova im Powerplay den Ausgleich zum 4:4. Nun war der Siegeshunger definitiv geweckt. Lautstark angefeuert von der gesamten „Spielerinnenbank“ suchten die Urnerinnen weiterhin die Offensive. Schlussendlich schoss die einmal mehr vorbildlich kämpfende Linnéa Brandt ihre Farben in der 54. Minute zum Sieg. Für die junge Schwedin ist es das erste Tor in der Schweiz. Umso schöner, dass es gleich ein so Wichtiges ist. Passgeberin war die offensiv auffallende Patricia Bitterli. 

 

Headcoach Luzia Kessler nach dem Spiel: „Die letzten Spielminuten waren noch einmal nervenaufreibend. Dank einer kämpferisch sehr guten Leistung haben wir die knappe Führung über die Zeit gebracht. Positiv zu erwähnen sind auch die diversen Nachwuchsspielerinnen, die erneut einen tollen Job gemacht haben. Mit Fiona Furrer spielte beispielsweise eine U17 Juniorin zum ersten Mal in der NLB über die volle Spielzeit durch“. 

Dank dem dritten Sieg in Serie verbessert sich Uri auf den 6. Tabellenplatz. Der Rückstand auf das zweitplatzierte Zäziwil beträgt lediglich 5 Punkte. Am kommenden Wochenende steht eine Doppelrunde an. Am Samstag trifft Uri auswärts auf Zulgtal. Am Sonntag empfangen die Urnerinnen die Red Lions aus Frauenfeld in der heimischen energieUri Arena.