Am vorletzten Turniertag traf das Herren 2 von Floorball Uri auf die Flippers-Tanachin S. Gottardo sowie die Zuger Highlands. Zwei völlig unterschiedliche Herausforderungen, die den Stieren alles abverlangten.
Der Start gegen die Tessiner gelang nach Mass. Noah Bissig profitierte vom hohen Druck der Urner, stand plötzlich alleine vor dem Tor und blieb eiskalt beim Treffer zum 1:0. Doch die Flippers schlugen zurück. Zwei schnelle Konter, zwei Tore und plötzlich lag Uri im Hintertreffen. Kurz vor der Pause bot sich jedoch noch eine Chance. Nach einem Freistoss landete der Abschluss an der Maske des Torhüters. Angelo Weber reagierte am schnellsten, stocherte den Ball über die Linie und stellte auf 2:2. Nach dem Seitenwechsel übernahmen die Tessiner erneut das Spieldiktat. In extremis musste Christian Zurfluh den Ball gar von der eigenen Linie kratzen. Doch bereits beim nächsten Angriff fiel die erneute Führung für die Flippers, begünstigt durch ein unglückliches Eigentor von Lukas Walker. Die Antwort der Tell’s Söhne folgte umgehend und kurios. Alex Schuler spielte den Ball hinter dem gegnerischen Tor in den Slot, traf dabei einen gegnerischen Fuss, und von dort sprang der Ball ins Netz. Ein Treffer der Marke „Glück erzwungen“. Obwohl Uri insgesamt spielbestimmend war, blieben die Tessiner über Konter brandgefährlich. In der 31. Minute führte ein solcher Gegenstoss zu einem Penalty, den die Flippers zur erneuten Führung nutzten. Doch die Stiere liessen sich nicht abschütteln. Ein schnell ausgeführter Freistoss von Matt Furrer auf Rico Marx im Slot brachte das 4:4. Nun gerieten die Tessiner ins Schwimmen und wussten sich nur noch mit Fouls zu helfen. Eine Zweiminutenstrafe war die Folge. Im Powerplay spielte Rico Marx einen Laserpass durch die Box auf Angelo Weber. Dieser nahm den Ball an, nahm sich die Zeit, um die Lücke zu finden und netzte zur Führung ein. Renato Bucher legte kurz darauf mit einem sensationellen Solo und einem Abschluss ins Lattenkreuz nach. Zwar kamen die Flippers nochmals auf 6:5 heran, doch Uri brachte den umkämpften Sieg über die Zeit.
Im zweiten Spiel wartete mit den zweitplatzierten Zuger Highlands ein echtes Schwergewicht. Doch kaum rollte der Ball, staunten die Zuschauer: War es ein Vogel? Ein Flugzeug? Nein, es war ein strammer Schuss von Lukas Walker von der Mittellinie, der zur frühen 1:0-Führung einschlug. Danach übernahmen die Zuger jedoch das Kommando. Mit sehenswerten Kombinationen tauchten sie immer wieder gefährlich vor dem Urner Tor auf und zogen bis zur 27. Minute auf 1:3 davon. Nur dank eines überragenden Tobias Aschwanden im Tor blieb der Rückstand in Grenzen. In der Schlussphase begann die Glanzphase von Matt Furrer. Nach einem schnellen Konter bediente Rico Marx den mitgelaufenen Furrer, der den Ball wuchtig ins Lattenkreuz hämmerte. Uri war nun klar überlegen, erspielte sich Chance um Chance. Ein Lattenkracher von Matt Furrer, eine Grosschance von Christian Zurfluh vor dem leeren Tor, bei welcher er ein Luftloch schlug, und zahlreiche weitere Möglichkeiten liessen die Halle den Atem anhalten. Zwei Minuten vor Schluss dann die Erlösung: Noah Bissig legte den Ball in den Slot, Matt Furrer nahm Mass und zimmerte den Ball per Backhand-Volley zum 3:3 in die Maschen. Uri hatte in der Schlussphase sogar noch die Möglichkeit zum Siegtreffer, musste sich aber letztlich mit einem verdienten Unentschieden begnügen.
Dank diesen drei Punkten klettert Floorball Uri auf den dritten Tabellenplatz. Am letzten Spielwochenende am 22. März in der heimischen EnergieUri Arena haben es die Stiere selbst in der Hand, sich ein Ticket für die Aufstiegsspiele zu sichern. Um 10:50 Uhr trifft Uri auf Unihockey Collina d’Oro, ehe es um 13:30 Uhr im Spitzenspiel gegen den Tabellenleader Einhorn Hünenberg zum grossen Showdown kommt.
Für Floorball Uri spielten: Tobias Aschwanden, Pascal Bucher, Marius Baumann, Matt Furrer, Renato René Bucher, Christian Zurfluh, Alex Schuler, Ramon Schuler, Lukas Walker, Dominik Arnold, Noah Bissig, Rico Marx und Angelo Weber


























