Die U17 Juniorinnen krönen eine hervorragende Saison mit dem Aufstieg in die Stärkeklasse A. In der finalen Playoff-Serie gegen die Red Lions Frauenfeld setzen sich die Urnerinnen mit 3:0 Siegen durch und vollenden damit eine beeindruckende Spielzeit: 20 Siege, 2 Unentschieden, keine Niederlage.

Vor einem Jahr, nach der schmerzlichen Niederlage gegen die Wizards Bern Burgdorf, schrieben die Herolde eine kleine Heldinnengeschichte ohne Happyend. Was sie damals noch nicht wussten, die Geschichte war noch nicht zu Ende. Es war erst der Mittelteil eines jeden Heldenepos, wo die Helden geschlagen sind und entscheiden können aufzugeben oder weiter zu machen. Aber alles der Reihe nach.

 

11.04.2026 Paul Reinhart Halle, Weinfelden
Red Lions Frauenfeld : Floorball Uri 5:6 (2:2 / 1:1 / 2:3)

Mit einem Sieg im Gepäck reiste man frühmorgens nach Weinfelden. Das Kader war diesmal etwas dezimiert aber nicht weniger motiviert. Dort entwickelte sich von Beginn an eine intensive und offensive Partie, die dem Publikum beste Unterhaltung bot.

Bereits nach nicht einmal sechs Minuten brachte Talisha Rieben die Urnerinnen mit einem Schuss von der Seite in Führung. Doch die Red Lions reagierten entschlossen, drehten die Partie und gingen in der 12. Minute erstmals in Führung. Die Antwort liess jedoch nicht lange auf sich warten: Gerade einmal 18 Sekunden später stellte Lisa Stadler den Ausgleich wieder her. So endete ein unterhaltsames erstes Drittel mit 2:2.

Im zweiten Abschnitt wollte Uri mehr Kontrolle ins Spiel bringen. Eine frühe Überzahl nutzte Ladina Epp zur erneuten Führung, doch auch diesmal gelang Frauenfeld praktisch postwendend der Ausgleich. In der Folge schenkten sich beide Teams nichts, und immer wieder standen die beiden Torhüterinnen im Mittelpunkt.

Auch im Schlussdrittel blieb die Partie hochspannend. Julia Betschart und Alissa Baumann brachten Uri jeweils wieder in Führung, doch Frauenfeld fand stets eine Antwort. Als die Schlussphase anbrach, war die Spannung greifbar. Vier Minuten vor dem Ende eroberte Andrea Limacher den Ball, zog entschlossen zur Mitte und traf eiskalt zur erneuten Führung. Danach verteidigten die Urnerinnen ihren Vorsprung mit grossem Einsatz und brachten den knappen 6:5-Erfolg über die Zeit. Damit stellte Floorball Uri in der Serie auf 2:0.

 

11.04.2026 Paul Reinhart Halle, Weinfelden energieUri Arena, Amsteg
Floorball Uri : Red Lions Frauenfeld 6:2 (2:1 / 0:0 / 4:1)

Nur einen Tag später bot sich in der energieUri Arena in Amsteg die grosse Chance, den Aufstieg perfekt zu machen. Diesmal war Uri wieder fast komplett, die Motivation riesig und die Halle stimmungsvoll gefüllt. In allen Ecken wehte der Uristier – die Kulisse war bereit für einen besonderen Sportmoment.

Doch die Gäste aus Frauenfeld waren keineswegs nach Uri gereist, um zu gratulieren. Von Beginn an entwickelte sich eine intensive, abwechslungsreiche Partie. Alissa Baumann eröffnete in der 14. Minute nach einem abgefangenen Ball das Skore. Doch wer die Serie verfolgt hatte, ahnte bereits, was folgen würde: Nur zwei Minuten später fiel der Ausgleich. Kurz vor der ersten Pause dann ein weiterer Höhepunkt: Fünf Sekunden vor Drittelsende erhielt Uri einen Freistoss in der Ecke. Nach viel Bewegung und einem scharfen, präzisen Pass von Ladina Epp war erneut Alissa Baumann zur Stelle und traf zur 2:1-Pausenführung.

Im zweiten Drittel übernahm Floorball Uri mehr und mehr die Kontrolle. Man spürte, dass die Urnerinnen energischer wirkten und das Spiel entscheiden wollten. Was jedoch fehlte, waren zunächst die Tore. Trotz spielerischer Vorteile blieb es beim knappen 2:1.

Allen war klar: Ein Ein-Tore-Vorsprung ist gefährlich. Entsprechend konzentriert und entschlossen kamen die Urnerinnen ins Schlussdrittel. Kurz nach Wiederanpfiff eroberte Lisa Stadler den Ball, legte zurück und Jelena Gisler zog zur Mitte, bevor sie den Ball unhaltbar in die weite Ecke schlenzte. Das 3:1 war ein Befreiungsschlag. Nun rollte die Angriffswelle der Gastgeberinnen weiter. Fabienne Roher gewann im Forechecking den Ball, spielte zur Mitte, wo Elina Gnos eiskalt zum 4:1 einschob. Die Halle tobte. Zwar brachte Elena Gansner die Hoffnung für Frauenfeld kurz darauf mit dem 4:2 nochmals zurück, doch Uri blieb ruhig und fokussiert. In der 52. Minute tankte sich Ladina Epp stark durch und stellte den Drei-Tore-Vorsprung wieder her. Spätestens als Andrea Limacher vier Minuten später auch noch das 6:2 erzielte, gab es kein Halten mehr: auf der Bank, in der Halle und auf den Rängen brachen alle Dämme.

Die letzten Minuten spielten die Urnerinnen souverän herunter. Dann war es geschafft: Sieg Nummer drei, Seriengewinn und der verdiente Aufstieg in die Stärkeklasse A.

Die Herolde Thomas Rieben, Miia Saari, Erja Seeholzer und Stefan Gisler waren überwältigt, von dem was sie erleben durften: „Das Team war in den Aufstiegsspielen Mental unglaublich stark. Man hat jeden Rückschlag hingenommen und einfach immer weiter gemacht. Dies nicht erst jetzt sondern seit dem Scheitern vor einem Jahr. Man war am Boden, ist aber aufgestanden und hat noch härter gearbeitet. Mit Qualität, Mut und viel Leidenschaft hat man sich den Aufstieg erarbeitet und verdient. Wir sind stolz ein Teil dieser Truppe zu sein!“

Nun hat diese Geschichte ihr verdientes Ende gefunden. Die Heldinnen, die alle Höhen und Tiefen durchleben mussten, dabei nie aufgegeben und ihr Ziel nie aus den Augen verloren haben, stehen nun Siegreich ganz oben wo sie hingehören. Sie sind nun die Inspiration für neue Generationen und wir dürfen gespannt sein, was für Kapitel diese dazu schreiben werden. Fürs erste kann man aber sagen: „Es ist vollbracht!“

 

Für Floorball Uri spielten: Luana Arnold, Matilda Zgraggen; Julia Betschart (1), Julia Bunschi, Michelle von Rickenbach, Maya Camenzind, Alissa Arnold, Simea Heinzer, Lisa Stadler (1), Talisha Rieben (1), Andrea Limacher (2), Alissa Baumann (3), Fabienne Rohrer, Elina Gnos (1), Ladina Epp (2), Celina Heinzer, Mara Barmettler, Jelena Gisler (1), Mona Imhof, Rahel Arnold, Andrina Ulrich, Jamie Niederberger